WZ am 2. Juni 2009
Die Eishockey-Cracks geben das Tempo vor

von Bernward Franke

Der 14. Pfingstlauf findet wieder großen Anklang. Und die Kleinen freuen sich jetzt über neue Spielgeräte.

Die Pinguine laufen vorneweg und Patrick Hager (l. neben Co-Trainer Reemt Pyka) gibt das Tempo vor. (Foto: Bernward Franke)

Krefeld. Laufen zwischen Lust und Zeitlosigkeit hieß es am Montagvormittag beim 14. Krefelder Pfingstlauf im Stadtwald. Bei herrlichem Wetter machten über 600 Läufer mit. Es gab keine Startnummern, keine Chips zur Zeitmessung und auch keinen Starter mit Pistole. Dafür standen Laufpaten am Start mit einem Schild. So konnten sich die Läufer orientieren, wie schnell sie die Strecken zwischen zwei und 21,1 km (Halb- Marathon) unter die Füße nehmen wollten. Und brav aufgereiht setzte sich der Lauftross in Bewegung.

„Ich muss aber schon ordentlich schwitzen.“  Reemt Pyka, Co-Trainer der Krefeld Pinguine

Zuerst waren die Handbiker losgerauscht. Die Ehrgeizigen vorneweg, die mit den übrigen Rollstühlen gemächlich hinterher. Als sich auf der Fünf-Kilometer-Schleife Gehern und Handbikern durchmischt hatten, war es für die ganz Schnellen nicht so einfach, vorwärts zu kommen. Denn so manchen hatte doch der Ehrgeiz gepackt. Der Griff zum Handgelenk zur Stoppuhr war unübersehbar, als Co-Organisator und Moderator Holger Falks unter Sambatrommel-Klang die Läufer auf die Strecke schickte. Schließlich wollten viele ja doch wissen, wie schnell sie so vorwärts kamen, wobei am Streckenrand immer wieder aufmunternde Sprüche von den vielen Zuschauern kamen. Und im Wettkampfbüro war Organisationschef Klaus Freiberger damit beschäftigt, die 240 Urkunden zu sortieren. Schon morgens um sieben Uhr hatte er mit dem Drucken angefangen.

Die Sieger des 14. gelungen Pfingstlaufes standen schon vorher fest: Hunderte von Kindern, die sich bald über neue Groß-Spielgeräte auf ihre Spielplätzen freuen können. „Dafür zahle ich gerne die fünf Euro Startgeld“, meinte ein Läufer und wischte sich den Schweiß nach dem zehn Kilometer-Lauf aus dem Gesicht. „Eigentlich wäre gestern mein Lauftag gewesen, aber bei einem solchen Ereignis will man dabei sein.“

 

RP am 2. Juni 2009     

 

Pfingsten in Laufschuhen

von Frank Langen

 

600 Läufer gingen  beim Krefeld Pfingstlauf an den Start. Darunter Menschen mit Behinderung, Profi-Sportler und auch Hobby-Läufer. Vom Erlös wird ein Spielplatz mit einem behindertengerechten Spielgerät ausgestattet.

Nicht nur das Wetter meinte es gut mit dem Krefelder Pfingstlauf und dessen beiden Organisatoren Holger Falk und Klaus Freiberger. Auch die diesjährige Teilnehmerzahl von fast 600 Läufern bewiesen wieder einmal, dass es beim Laufen nicht nur um einen Wettkampf mit einer Zeitmessung geht, sondern auch um den Spaß an der gemeinsamen Bewegung, die zusätzlich einem guten Zweck dient.


Gemeinsam durchs Ziel

Der Pfingstlauf startete zwar aufgrund einiger Parkplatzprobleme mit einer
zehnminütigen Verspätung, doch das machten den wartenden Läufern nicht viel aus. Auf der gut besuchten Anlage des Crefelder HTC an der Hüttenalle ging es dann ab 10.15 Uhr nach und nach unter den brasilianischen Klängen des Samba-Syndikats auf die unterschiedlichen Strecken von zwei bis 21,1 Kilometer rund um den Krefelder Stadtwald. Auch in diesem Jahr zeigte, dass das Motto des Pfingstlaufes "Gemeinsam durchs Ziel" kein leeres Versprechen ist. Egal ob Behinderte, Profisportler oder Hobby-Läufer – gemeinsam erfolgte der Start, gemeinsam der Zieleinlauf. Laufpaten wie Reemt Pyka und Patrick Hager von den Krefeld Pinguinen oder die laufehrfahrene Eveline Winkmann (Lauftreff Krefeld) von den Krefeld Pinguinen sorgten in ihren Gruppen jeweils für das begleitende Wohlfühltempo.

 

Die Mitglieder der Bayer Makrolon-Runners halfen hingegen in Höhe des Stadtwaldhauses bei der Ausgabe von Getränken. Über die Strecke von zwei Kilometer ging es auch für die Teilnehmer des Lauftreffs, der eigens für den Krefelder Pfingstlauf gegründet wurde. Dessen Teilnehmer hatte Frank Klein zehn Wochen lang auf diesen Moment vorbereitet. "Es hat Spaß gemacht mit anderen zu laufen" sagte Kurt Wiemann nach dem Zieleinlauf. Doch nicht nur von seiner Seite gab es viel Lob an die Organisation des Pfingstlaufs. So nutzten die RP-Marathonis die Möglichkeit den Lauf-Event als Training zu nutzen. Ebenso taten es auch zahlreiche Lauftreffs und so mancher Läufer, der ansonsten einsam seine Runden im Stadtwald gedreht hätte. Auch die Sportler der Schwimmsportfreunde Aegir zeigten mit ihrer Anwesenheit, dass sie nicht nur im Wasser Sporttreiben, sondern auch an Land. "Der Pfingstlauf in diesem Jahr war so wie ich ihn mir immer vorstelle. Wir konnten wieder viele Leute dazu animieren einfach mal zusammen oder überhaupt mal zu laufen" freute sich Holger Falk, der zwischendurch für Interviews mit den Laufpaten sorgte. Auch Klaus Freiberger zeigte sich nach Ausgabe der letzten Urkunden, dass sich der ganzen Aufwand allemal gelohnt hat: "Es ist wieder genug Geld zusammengekommen, um ein neues behindertengerechtes Spielgerät zu kaufen, das auf einen Krefelder Spielplatz kommt."

 

Absagen

Sehr zum Bedauern der Organisatoren Klaus Freiberger und Holger Falk mussten in diesem Jahr gleich zwei Dauerbrenner den gestrigen Pingstlauf absagen. Während Frank Brünsing (Krefelder Kanu Klub) aufgrund einer Knieoperation erstmals fehlte, konnte Hartmut Falkenberg aufgrund einer schweren Erkrankung nicht teilnehmen.